Trinkwasser

Unter Trinkwasser versteht man Süßwasser mit einem so hohen Grad an Reinheit, dass es für den menschlichen Gebrauch, insbesondere zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen, geeignet ist.

Zudem müssen technische Anforderungen (keine Aggressivität gegen Rohrleitungen, Vermeidung von Ablagerungen) gewährleistet sein.

Im Trinkwasser dürfen keine krankheitsverursachenden (pathogenen) Mikroorganismen enthalten sein. Ebenso sollte eine Mindestkonzentration an Mineralstoffen enthalten sein. Die häufigsten in Wasser gelöst enthaltenen Mineralstoffe sind Calcium-, Magnesium-, Carbonat-, Hydrogencarbonat- und Sulfat-Ionen. Deren Konzentrationen werden summarisch als Härtegrad des Wassers angegeben. Die Güteanforderungen an Trinkwasser sind in Deutschland in der DIN 2000 und der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) definiert. (Quelle: wikipedia)

Trinkwasserverordnug

Die neue Trinkwasserverordnung ist am 01.01.2003 in Kraft getreten.
Die neue Verordnung hat zur Folge, dass ab diesem Zeitpunkt der Besitzer einer Immobilie für die Hygiene des Trinkwassers innerhalb des Gebäudes rechtskräftig verantwortlich ist. Rechtskräftig verantwortlich bedeutet - sofern eine Erkrankung einer Person durch Benutzung des Trinkwassers erfolgt, der Besitzer für alle entstehenden Kosten eintreten muss, die für die Wiederherstellung der Gesundheit erforderlich werden.
Als kritische Einrichtungen sind hier insbesondere zu nennen:

  • Krankenhäuser
  • Zahnarztpraxen
  • öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Sporthallen
  • Sauna / Dampfbäder / Schwimmhallen
  • Grossraumbüros
  • Wohnanlagen
  • Gastronomie / Hotels
  • öffentliche Gebäude

Gerade hier führt das zuständige Gesundheitsamt seit Januar 2003 vermehrt und regelmäßig Kontrollen durch. Durch diese neue Verordnung geht es nicht nur darum, befallene Trinkwassernetze zu erkunden und entsprechend zu behandeln, sondern viel wichtiger um rechtzeitig Vorsorge zu treffen.

Verkeimung

Wasser muss fließen !

  • verzweigtes Leitungsnetz mit "Totleitungen" und wenig genutzten Endsträngen
  • lange Stagnationszeiten
  • Feuerlöscheinrichtungen (Nassleitungen)

bilden eine ideale Grundlage für die Verkeimung im Rohrsystem. Im Laufe der Zeit bildet sich ein Biofilm im Warm- und Kaltwasserleitungssystem.

Biofilm

Biofilme bestehen aus einer dünnen Schleimschicht (Film), in der Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Algen, Pilze, Protozoen) eingebettet sind. Biofilme entstehen, wenn Mikroorganismen sich an Grenzflächen ansiedeln.

Sie bilden sich überwiegend in wässrigen Systemen, entweder auf der Wasseroberfläche oder i. d. R. dort, wo ein flüssiges auf eine festes Material trifft. An diesen Grenzflächen tritt der Biofilm-Effekt verstärkt bei stehendem Wasser auf. Dies bildet den optimalen Nährboden für im Wasser enthaltene Bakterien.

Ablagerungen durch kalkhaltiges Wasser und Korrosion in Leitungen und Wassertanks unterstützen diese Filmbildung. In Biofilmen können sich vermehrt Keime einnisten und werden damit zur Gefahr für das Trinkwassersystem.

Gerade deshalb sind Trinkwasserleitungen besonderer Biofilmbildung ausgesetzt. Bakterien können sich hier sehr stark vermehren. Biofilme werden im Alltag oft als "Schleimschicht" oder "Belag" wahrgenommen.

Bakterien

Bakterien sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die neben den Pflanzen und Tieren eine besondere Gruppe bilden.

Es gibt über 6000 Bakterienarten. Bakterien gibt es überall in der Luft, im Wasser und in der Erde sowie in Pflanzen, Tieren und Menschen.

Vom menschlichen Standpunkt gibt es:

  • Nützliche Bakterien, sind in der überwiegenden Zahl im Boden und in Gewässern
  • Schädliche Bakterien sind Erreger von Infektionskrankheiten (Legionellen)